Möchten Sie das Element "" wirklich löschen?
Möchten Sie dieses Bild wirklich löschen?
Neues Bild hinzufügen X
Ganztagsklasse? Zu den Downloads..

Aktuelles am AJG

Erster Schultag nach den Sommerferien
8. September 2014
Schulbeginn für die Klassenstufe 5
9. September 2014
Ein Fest der Vielfalt

Arnold-Janssen-Gymnasium lud zum Projektfest

 

In der bis zum letzten Platz besetzten Missionshauskirche feierten am Samstagmorgen der vorletzten Schulwoche die Schüler und Schülerinnen des Arnold-Janssen-Gymnasiums zusammen mit ihren Eltern und Lehrern einen fröhlichen Gottesdienst zur Eröffnung ihres „Projektfestes“: In über 20 verschiedenen, klassenübergreifenden Projekten hatten die Schülerinnen und Schüler eine Woche lang Raum und Zeit, eigene Interessen zu verfolgen, in der Gruppe Erfahrungen zu sammeln und außerhalb des normalen Unterrichtes zu lernen. An diesem Samstag sollte sich für die Projektgruppen die Möglichkeit bieten, der Öffentlichkeit ihre Arbeit vorzustellen und die Ergebnisse in vielfältiger Form zu präsentieren.

Selten wurde in einem Schulgottesdienst so laut und fröhlich mitgesungen, hatte doch auch Schulrektor Pater Fabian Conrad, SVD, in humorvoller Weise von der Kanzel aus ein  unverkrampftes Verhalten beim Feiern des Wortes Gottes empfohlen. Der Altarraum wurde zum „Schiff AJG“ gestaltet, an dessen Mast und Tauen symbolisch zahlreiche bunte Wimpel für die Vielfalt der durchgeführten Projekte hingen.

Einen ersten Überblick über die Ereignisse einer turbulenten Schulwoche konnten die Besucher anschließend in der Aula durch die Aufführung eines „Projektfilmes“ gewinnen, der die Arbeit aller Projektgruppen dokumentierte und präsentierte. Vor allem die unvermeidlichen „Outtakes“ sorgten noch einmal für große Heiterkeit. Buchstäblich bis in die späte Freitagnacht hatten Schüler mit ihrem „Regisseur“, Johannes Burgard, am Schnitt und der Vertonung eines beinahe professionellen Filmes gearbeitet. Die Besucher staunten über die große Bandbreite der durchgeführten Projekte, deren Ergebnisse dann zum großen Teil in den geöffneten Klassenräumen und Fluren begutachtet werden konnten: Da gab es Künstlerisches, etwa Stillleben in Acryl oder Kreide, Fotografien von erstaunlicher künstlerischer und technischer Perfektion, aber auch die Ergebnisse von Nähen und Schneidern, die im Projekt „Hand und Fuß“ entstanden waren. „Meine Tochter hat mich mit ihrer Bitte, von mir Stricken zu lernen, auf die Idee gebracht“, erklärt Elke Weis, eine der beiden Projektleiterinnen. „Leider spielt Handarbeit an weiterführenden Schulen ja kaum eine Rolle mehr“, so die Biologie- und Deutschlehrerin weiter. „Da ich mich für Mode interessiere und auch einmal Mode-Design studieren will, war für mich sofort klar: Das ist das Richtige für mich“, erzählt der 15jährige Philipp, der stolz von ihm hergestellte Kleidungsstücke und Taschen präsentiert.

Ernsten Themen widmeten sich zwei historisch-politische Projekte, deren Arbeit auch von externen Institutionen wie etwa dem Adolf-Bender-Zentrum begleitet wurde: der Geschichte der Juden in St. Wendel bis zum Holocaust und dem zwiespältigen Bild der Deutschen („Vom Volk der Dichter und Denker zum Volk der Richter und Henker“), wobei hier die Erfahrungen einer Exkursion nach Weimar mit Besichtigungen von Goethe-Haus und dem KZ Buchenwald vertieft wurden.

Wissenschaftlichem Anspruch genügten Projekte wie „Archäologisches Zeichnen“, „Astronomische Beobachtungen am Tageshimmel “ oder das „Chaos mit c#“-Projekt des Fachbereichs Informatik.

Während des gesamten Projektfestes konnten die Besucher zwischen verschiedenen Theater- und Bühnendarbietungen wählen, szenisches Spiel hat ja eine lange Tradition am AJG. Da gab es Kindertheater, eine gelungene Schattenspiel-Variante von „Max und Moritz", aber auch fremdsprachliche Stücke in Englisch oder Spanisch, die z. Teil von den Schülerinnen und Schülern selbst verfasst waren. Einem ernsten Stück, das sich mit der Aufarbeitung der chilenischen Diktatur beschäftigt, vermochten die Zuschauer mittels projizierter Übersetzung der Dialoge zu folgen.

Vieles wäre noch zu erzählen, z. B. von sportlichen Projekten wie dem Camp der Windsurfer am Bostalsee, den Tischtennis-Aspiranten, die mit Hilfe von Trainern und einer „Ballmaschine“ den kleinen Ball zu beherrschen suchten, oder von den Orientierungsläufern, deren Fähigkeiten im Umgang mit Messtischblatt, Kompass und GPS entwickelt wurden. Ins Schwarze trafen die Teilnehmer am Bogenschieß-Projekt.

Carsten Grimm, einer der „Väter“ der Projektwoche, erklärte die pädagogische Bedeutung der Idee folgendermaßen: „Nicht die reine Wissensvermittlung soll hier im Vordergrund stehen, sondern Sach- und Methodenkompetenzen gefördert und Kommunikation und Teamgeist gestärkt werden.“ Dies gelang sicher auch in Projekten, die sich mit „Cybermobbing“ oder dem Thema „Gewaltprävention durch Selbststärkung“ beschäftigten, bei dem in die Kunst des BaJiQuan, einer fernöstlichen Kampfkunst, eingeführt wurde. Lebenspraktische Tipps für Berufsleben und Karrierestart erhielten Schülerinnen und Schüler von externen Referenten unter der Leitung von Peter Jung und Birgit Kraus-Hinsberger beim Projekt „Eintritt in das Berufsleben“.

Bis in den späten Nachmittag genossen die zahlreichen Besucher die Gelegenheit, einen interessanten und entspannten „Schultag“ mit der Schulgemeinschaft des AJG zu erleben. Unter schattigen Bäumen im herrlichen Außengelände der Schule erwartete die Gäste ein reichhaltiges kulinarisches Angebot, das von der Elternschaft organisiert und dargeboten wurde.

Nach dem gelungenen Tag ist man sich einig, diese Veranstaltung, die nicht als „Lückenbüßer“ vor den Sommerferien, sondern als rundum gelungene pädagogische Maßnahme empfunden wurde, in Zukunft zu wiederholen. Und der Projektgedanke findet sicherlich auch Eingang in den ganz gewöhnlichen Unterrichtsalltag einer Schule, die ja seit einem Jahr auch den Weg zur gebundenen Ganztagsschule beschreitet.

 


Bundestagsabgeordneter trifft AJG-Schüler

MdB Christian Petry zu Besuch in St. Wendel

Offen und lebhaft, ohne Floskeln und in Klartext verlief der Austausch zwischen dem SPD- Bundestagsabgeordneten Christian Petry und den Schülerinnen und Schülern der Klasse 10 a des Arnold-Janssen-Gymnasiums (AJG).

ProWo Schülervertretung


Petry besuchte die Schulklasse als Förderer und zur Vorbereitung der geplanten Berlin-Fahrt. Der aus Neunkirchen stammende Saar-Vertreter ist noch neu in der Arbeit als Bundestagsabgeordneter in der Bundestagshauptstadt (seit Anfang 2014 für Reinhold Jost), aber mit politischer Arbeit auf Kommunal- und Landesebene wohl vertraut. So konnte er den Schülern die Parlamentsarbeit in Berlin anschaulich darstellen. Fraktionsarbeit, Zwischenmenschliches aus dem Bundestag, Abstimmungsmodalitäten bis hin zu inhaltlichen Themen wie Schuldenbremse, Fragen der Finanzpolitik oder Eigenständigkeit des Saarlandes: Petry vermochte so klar wie möglich, so differenziert wie für eine seriöse Antwort nötig zu antworten.

Fazit der Schüler: „Kompetent und menschlich sympathisch – und jetzt freuen wir uns auf unsere Berlin-Fahrt“. Bundestag, DDR-Museum, Schloss Charlottenburg und vieles mehr stehen in dieser letzten Schulwoche auf dem Programm. 


Einladung zum Projektfest am 19. Juli 2014

Sehr geehrte Eltern, liebe Schülerinnen und Schüler, liebe Freunde unserer Schule,

In diesem Jahr findet vom 14. bis  zum 19. Juli wieder eine Projektwoche am AJG statt. Von Montag bis Freitag haben die Schülerinnen und Schüler Raum und Zeit, in über 20 verschiedenen, klassenübergreifenden Projekten eigene Interessen zu verfolgen, in der Gruppe Erfahrungen zu sammeln und außerhalb des normalen Unterrichts zu lernen. Nicht die reine Wissensvermittlung soll hier im Vordergrund stehen, sondern Sach- und Methodenkompetenzen gefördert und Kommunikation und Teamgeist gestärkt werden.

Eine Aufzählung und Beschreibung aller Projekte finden Sie auf unserer Projekthomepage unter www.prowo-ajg.de.


Mit einem Projektfest am Samstag, 19. Juli, möchte die gesamte Schulgemeinschaft die Projektwoche abschließen. Hier bietet sich den Projektgruppen die Möglichkeit, der Öffentlichkeit ihre Projekte vorzustellen und die Ergebnisse in vielfältigen Formen zu präsentieren. So können wir uns auf künstlerische und sportliche Darbietungen, handwerkliche Ausstellungen, naturwissenschaftliche Demonstrationen und vieles mehr freuen. Außerdem entsteht  ein „Projektfilm“, der die Arbeit aller Projektgruppen dokumentiert und präsentiert.

Als Besucher erwartet Sie neben den Projektpräsentationen natürlich ein reichhaltiges und umfassendes kulinarisches Angebot, das von der Elternschaft organisiert und dargeboten wird.

 

Mit einem Teil der erzielten Einnahmen werden die Projekte selbst finanziert, ein weiterer Teil der Projektfesteinnahmen dieses Jahres  fließt direkt unserer Schule zu. So werden damit wichtige Neuanschaffungen für alle  Fachbereiche mitfinanziert. Darüber hinaus werden mit den erzielten Beträgen auch Veranstaltungen der Schüler- und Elternvertretung finanziell unterstützt.

 


Abiturrede 2014

Verehrte Gäste,

Sehr geehrter Herr Chefkoch Frank

Liebe Grillmeister Schönfeld, Burgard, Grimm und Schackmar

Liebe Grillassistenten,

Kross gebratenes übriges Grillgut,

 

Die langen Jahre des Schmorens sind vorbei. Wir sind endlich durch!

 

Vor fast genau acht Jahren sind wir wie das Fleisch auf den Grill geworfen worden. Noch roh und kalt und käsig bekamen wir plötzlich die heiße Glut des höchsten aller Grills zu spüren, auf dem wir in den vergangenen Jahren unter der harten Hand unserer Grillprofis garen sollten. Zwar wurden wir oft feurig gepfeffert, doch letztendlich meisterten wir sogar die unerwartetsten...Wendungen.

Nachdem zunächst noch Schwenker, Würstchen, Käse und Paprika strikt auf vier verschiedenen Rosten getrennt brutzeln sollten, kam es im vierten Grilljahr zur ersten Vermengung unseres Grillguts. Vor allem die Skifreizeit trug dazu bei, dass die einzelnen Zutaten anfingen, sich zu dem vielfältigen Gericht zusammenzufügen, das wir hier und heute feiern dürfen.

 

Vor zwei Jahren wurden wir dann unseren vier Grillmeistern zugeteilt, die das Gericht mit ihrer ganz persönlichen Würze vollenden sollten.

Wo in anderen Küchen das Wort „Grillmeisterin“ gar nicht erst in den Mund genommen wird, erwies sich Frau Reichwein-Schönfeld bei uns als hervorragende Köchin, die ein ausgewogenes Verhältnis von Schärfe und Milde fand.

Deutlich heißer zu ging es bei ihren männlichen Kollegen Burgard und Schackmar.

So setzte Herr Schackmar als eingefleischter Homburger auf eine altbewährte aber durchaus feurige Rezeptur und griff häufig zur Pfeffermühle, während Herr Burgard sein Grillgut mit ordentlich Chili gewürzt bei größter Hitze direkt über der Glut braten ließ.

Obwohl sein Körperbau anderes vermuten lässt, wandte Meister Grimm eher milde Methoden bei der Zubereitung seiner argentinischen Steaks an.

 

In der Ewigen Stadt wurde das nun fast fertige Gericht zu guter Letzt mit einem mediterranen Flair verfeinert. Jetzt geschmacklich optimal abgestimmt und durch ständige Qualitätskontrollen in den letzten beiden Jahren perfekt vorbereitet, ergaben wir uns vor wenigen Wochen dem strengen Urteil der Fachjury, das uns so einiges abverlangte. Um daher vor der abschließenden mündlichen Prüfung nicht völlig fad zu werden, mussten wir unsere Würze notgedrungen auf der sonnigen Mittelmeerinsel Mallorca auffrischen.

Von der mallorquinischen Kultur beflügelt und vom Alkohol saftig wie ein mit Bier übergossener Schwenker konnten wir auch diese letzte Hürde erfolgreich meistern und dürfen nun, nach zahlreichen hitzigen Jahren, zum ersten Mal abkühlen.

Das erste Etappenziel ist erreicht. Jahrelang saßen wir auf glühenden Kohlen, haben gelernt und gewartet, gehofft und gearbeitet. Dem Ziel entgegenstrebend, das noch vor drei Monaten in weiter Ferne schien. Trotzdem rückte der Gedanke immer näher, bald endlich das letzte Zeugnis in Händen halten zu dürfen. Und auch wenn uns die Wochen so oft endlos vorkamen, ging letztlich alles ganz schnell. Noch fünf Prüfungen, dann nur noch vier, noch drei, zwei, noch eine allerletzte und schon stehen wir hier.

Wir dürfen stolz sein! Stolz, endlich den Lohn für unsere Arbeit zu erhalten.

Und wir danken allen, die uns auf diesem Weg begleitet haben.

Danke an unsere Tutoren, die stets ein offenes Ohr für jeden von uns hatten.

Danke an all die Lehrer, die uns mit viel Engagement ausgezeichnet auf das Abitur vorbereiteten.

Danke an die Schulleitung

Wir bedanken uns bei Herrn Frank, für viele lebhafte Diskussionen und Auseinandersetzungen und die letztendlich doch erfolgreiche Zusammenarbeit.

Bei Frau Ohlmann für ihre Unterstützung und Hilfsbereitschaft.

Bei Frau Pertagnol für all ihre Mühe und ihr freundliches Lächeln.

Danke an Herrn Lermen für die ausgeklügelten Stundenpläne und die gelungene Organisation der Oberstufe.

Danke an all die mutigen Helden, die es in den Vergangenen Jahren wagten mit uns auf zahlreiche Fahrten aufzubrechen und dabei ihre physischen und psychischen Grenzen kennen lernten.

Wir bedanken uns bei Herrn Schäfer, nicht nur für das Wiederbeschaffen verloren geglaubter Schätze, sondern auch für seine Unterstützung bei unzähligen Feiern und Veranstaltungen.

Ein großes Dankeschön an Pater Conrad und Pater Maros, die uns sowohl bei den Schulgottesdiensten als auch bei all den andern Belangen unserer Stufe stets mit Rat und Tat zur Seite standen. Wir danken für eure freundschaftliche und menschliche Unterstützung, auf die wir in all den Jahren stets bauen konnten.

Der größte Dank gilt uns allen. Danke an alle Klassenkameraden und Banknachbarn, an all die Spaßvögel und Miesepeter, Sportskanonen und Sportmuffel, Mathefreaks, Deutschasse, Musikvirtuosen und Pinselkleckser, an die Abschreiblasser und Abschreiber, an die Zuspätkommer, Blaumacher und Frühaufsteher, die Streichespieler und Spaßversteher, an die sogenannten Schleimer, Lehrerlieblinge und „Immer auf dem Kicker Steher“. Danke an all die, die die letzten letzten Jahre zu dem machten, an das wir uns noch in Jahrzehnten mit schelmischem Lächeln freudig erinnern können. Danke!

Zu guter Letzt danken wir Herrn Peter sowie den vielen Organisatoren und Helfern aus unseren eigenen Reihen für die Mühen, die damit verbunden waren, diese grandiose Feier auf die Beine zu stellen.

 

Diese Feier, die den Abschluss unserer Schullaufbahn darstellt. Das Ende einer wunderbaren Zeit. Ein letztes Treffen, bevor sich unsere Wege trennen und jeder eigenen Zielen nachgeht. Den Abschluss unserer Ausbildung und zugleich den Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Und das gilt es zu feiern. Wir wünschen Ihnen und Euch allen einen tollen Abend. Auf dass die Freude über unser bestandenes Abitur und auf die Zeit, die jetzt vor uns liegt, die Wehmut über die Schulzeit, die wir nun hinter uns lassen müssen, überwiegt.

 

Denn heute gilt es zu feiern, wir sind endlich durch - auch mit der Rede.

 

Dankeschön.

 

 

 

Joshua Becker und Niklas Schön


Das AJG entlässt stolze Abiturienten


76 Abiturientinnen und Abiturienten verlassen mit Stolz und Wehmut den „Heiligen Berg“, wie im Volksmund das traditionsreiche Privatgymnasium genannt wird.

  Eröffnet wurde die Feier im Beisein von Eltern, Lehrern und Freunden mit einem feierlichen Gottesdienst, den der Abiturjahrgang unter das Motto „ein Schiff – auf dem Weg in die Zukunft“ stellte. Danach ließen die frischgebackenen Abiturienten viele weiße und rote Luftballons in den Himmel über dem St. Wendeler Missionshaus steigen. Papierzettel hatten sie zuvor angeheftet und nun mit auf die Reise geschickt. „Damit wollen wir unsere Wünsche für die Zukunft symbolisch sichtbar machen“, erklärte später Abiturredner Joshua Becker, der wie seine anderen festlich gekleideten Mitstreiter der verflossenen und ereignisreichen Zeit froh und wehmütig nachsann. 

  Die Feier fand ihre Fortsetzung in der festlich geschmückten Mehrzweckhalle Bliesen, wo getreu dem Jahrgangsmotto „BABIcue – endlich durch“, was auf das amerikanische Wort „barbecue“ für Grillen anspielt, eine brillante Abirede von Niklas Schön und Joshua Becker gehalten wurde. Sei man vor acht Jahren „wie ein Stück Fleisch auf den Grill geworfen“ und im Verlaufe der Schulzeit auch „einige Male feurig gepfeffert“ worden, so wolle man doch dankend bekennen, mit den Lehrern am AJG „hervorragende Köche“ gefunden zu haben, „die zwischen Schärfe und Milde“ das Grillgut gar werden ließen, obwohl manche Schulsituation den Schülern auch schon mal wie „auf glühenden Kohlen“ erschienen sein mag. Man habe „gelernt, gewartet, gehofft und gearbeitet“ und dürfe sich nun stolz und mit dem Abitur belohnt „das Ende einer wunderbaren Zeit am AJG“ beschauen, resümierte Joshua Becker unter dem Beifall der bewegten Abiturientia 2014.

  Auch der Schulleiter Hans Georg Frank griff in seiner Ansprache geschickt die Metapher vom Grillen auf, verwies aber auch auf das ungewisse Leben, das die Abiturienten jetzt erwartet. „Ihr  macht Euch auf die Suche nach etwas Neuem. Ohne zu wissen wie oft Ihr noch kämpfen, wie oft noch lamentieren, Euch aufbauen, behaupten müsst, wie oft noch siegen und verlieren, um zu werden, was Ihr seid.” Jedoch aber lohne es sich, mit einem festen Ziel vor Augen die Zukunft mutvoll zu gestalten. So endete der Schulleiter seine Rede in Anspielung auf eine Märchenfigur mit den Worten: “Werdet Hans im Glück – entflammt mit dem Mut fürs Leben, ein Leben lang.” 

  Mit einem Durchschnitt von 2,27 zählt dieser Jahrgang zu den besten der letzten zehn Jahre. 31 der 76 Schüler haben eine Gesamtnote besser als 2,0 erhalten. Jahrgangsbeste wurden Florian Henkes und Jana Elena Litz mit einem Durchschnitt von 1,0. Es folgen Joshua Becker mit 1,1, Max Recktenwald und Niklas Schön mit 1,3 und Anastassia Amann und Lea Riefer mit 1,4.

  Die Abiturienten bedankten sich bei Eltern, Lehrern, Tutoren und Sekretärin Astrid Pertagnol für die jahrelange Geduld, die Hilfe und Unterstützung. Ebenso überreichten sie einen riesigen goldenen Schraubschlüssel an Hausmeister Albert Schäfer, der das außergewöhnliche Geschenk gerne entgegennahm.

 Für herausragende Leistungen wurden anschließend folgende Abiturienten mit Geldpreisen und Präsenten geehrt:

Lea Riefer (Scheffelpreis Deutsch, Bildende Kunst, Arnold-Janssen-Preis der Steyler Missionare), Johanna Hans (Englisch), Lana Elena Litz (Französisch, Preis des Adolf-Bender-Zentrums Geschichte, Preis des Schulträgervereins für die Jahrgangsbesten), Florian Henkes (Latein, Physik und Fresenius-Preis Chemie, Preis des Schulträgervereins für die Jahrgangsbesten), Jessica Schrader (Spanisch), Max Recktenwald („Freunde der Antike im Saarland“ und Preis Mathematik der Kreissparkasse), Niklas Schön (Mathemathik/Informatik der Saar-Uni), Andreas Scheib (Preis der Mathematikervereinigung), Till Bungert (Preis der physikalischen Gesellschaft Mathematik und Preis der Barmer GEK Biologie), Kathrin Wendels und Kathrin Lauck (Preise der Elternvertretung des AJG in Naturwissenschaften), Joshua Becker (Fresenius-Preis Biologie), Kris Dreher (Fresenius-Preis Mathematik), Nicholas Ammann (Preise des Adolf-Bender-Zentrums Politik), Lukas Pabst (Preis der Volksbank Erdkunde), Jacqueline Bier (Sport), Simon Scheck (Sport), Tabea Scherer (Musik), Anna Steinhausen (Preis des Fördervereins), Theresa Lermen (Arnold-Janssen-Preis der Steyler Missionare).


Kurs Burgard

 

Bauer

Sebastian

Bonnstaedter

Manuela

Hans

Johanna

Henkes

Florian

Kirsch

Kerstin

Litz

Jana Elena

Martin

Anne

Ost

Christina

Peters

Lisa

Rauber

Katharina

Recktenwald

Max

Resch

Melanie

Riefer

Lea

Ries

Julia

Rivinius

Adrian

Schank

Marie

Scherer

Tabea

Schmidt

Jana

Sesterhenn

Rebecca

Walter

Moritz

 

Kurs  Grimm

 

Bäumchen

Jonas

Becker

Benedikt

Bier

Jacqueline

Bungert

Till

Hans

Annika

Hilgert

Luisa

Lauck

Kathrin

Maldener

Jasmin

Mertens

Stefan

Mittermüller

Lukas

Müller

Jan

Müller

Milan

Prowald

Jakob

Rausch

Laura

Saar

Katharina

Scheck

Simon

Schwegmann

Stella

Weber

Marc

 

Kurs  Reichwein-Schönfeld

 

Dreher

Kris Martin

Fuchs

Christopher

Hahn

Vanessa

Hinsberger

Rebecca

Hippchen

Florian

Krämer

Lukas

Lermen

Theresa

Müller

Kristin

Pabst

Lukas

Schäfer

Laura

Scharle

Annika

Scheib

Andreas

Schmitt

Lisa

Schneider

Kevin

Schön

Niklas

Schrader

Jessica

Schrenk

Anna

Schummer

Sascha

Thewes

Robin

 

Kurs Schackmar

 

Amann

Anastassia

Ammann

Nicholas

Becker

Joshua

Becker

Laurin

Bungert

Saskia

Heldt

Mischa

Holz

Tamara

Kastler

David

Klos

Tillmann

Kossmann

Anna Maria

Leismann

Johannes

Litz

Lukas

Schmitt

Max

Schu

Lukas

Seiler

Marius

Spaniol

Rica

Steinhausen

Anna

Tscheu

Yanneck

Wendels

Kathrin


Erster Schultag der neuen Klassen 5

 

Übersicht über den Ablauf des 1. Schultages der Klassen 5

am Dienstag, 09.September 2014

 

 

 

1.– 2. Stunde:

 

 

8.00 Uhr           Versammlung in der Kirche:


                            gemeinsamer Wortgottesdienst für Schüler, Eltern und

                            Klassenlehrer

 

                                              

  im Anschluss  

                            Willkommensgruß,

                            Klassenlehrer rufen ihre Schüler auf und begleiten sie in die

                            Klassenräume

 

 

im Anschluss für die an der Schulbuchausleihe

teilnehmenden Eltern:

 

Schulbuchausgabe in der Turnhalle bei Fr. Schön

(Ausgabe von 8.00 Uhr bis 12.00 Uhr möglich)                                 

 

3. – 5. Stunde:

 

9.25 Uhr -          Einführung durch die jeweiligen Klassenlehrer

12.10 Uhr           Ende des 1. Unterrichtstages für die Klasse 5cEL

 

12.10 Uhr –

13.00 Uhr           Mittagessen der Klassen 5a und 5b,                                                                      anschließend Unterricht mit den Klassenlehrern 

               

 16.00 Uhr          Ende des 1. Unterrichtstages für die Klassen 5a u. 5b


Deutsch-französische Freundschaft

AJG-Schüler pflegen seit einem Vierteljahrhundert deutsch-französische Freundschaft

33 Schüler des Arnold-Janssen-Gymnasiums besuchten Partnerschulen an der Loire

Auch in diesem Jahr hatten Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 bis 9 die Möglichkeit, am traditionellen Austauschprogramm teilzunehmen. Mit einem Koffer voller Erwartungen und voller Vorfreude starteten sie an einem frühsommerlichen Junimorgen zum Besuch ihrer Austauschschulen in St. Benoît, Pithiviers und Orléans an der Loire. Neben der Verbesserung der Fremdsprachenkenntnisse stand vor allem das Kennenlernen der kulturellen Unterschiede, der unterschiedlichen alltäglichen Gepflogenheiten und eines anderen Schulsystems sowie die Teilnahme am Alltagsleben der Gastfamilien im Mittelpunkt des Austauschprogrammes. So erschien es vielen Schülern gewöhnungsbedürftig, die Schule auch bis zum späten Nachmittag zu besuchen. Außerdem fiel ihnen auf, dass auch die Unterrichtsbedingungen sich von denen  ihrer Heimat stark unterschieden.

image036

 

Auf dem Kulturprogramm stand die Besichtigung des Schlosses von Chamerolles, der Besuch der pittoresken Altstadt von Orléans sowie ein Abstecher in die nahgelegene Hauptstadt Paris.

Das Schloss von Chamerolles gehört seit seiner umfangreichen Restaurierung vor einigen Jahren zu den schönsten Schlössern der Loire. Hier hat der Besucher die Möglichkeit, einen Spaziergang durch die Geschichte des Parfüms zu erleben. Eine einmalige Zusammenstellung von Einrichtungsgegenständen bezeugt die Entwicklung von Duftwässerchen im Laufe der Jahrhunderte. Verlässt man die Galerie durch eine Zugbrücke über den Schlossgraben, so erreicht man einen wunderschönen Renaissancegarten, der zum Verweilen einlädt.

Beim Besuch der Stadt Orléans beeindruckte vor allem die berühmte Kathedrale Sainte Croix, die im Jahre 1829  nach einer mehr als zweihundertjährigen Bauzeit eingeweiht wurde. Die Kirche im nachgotischen Stil besticht insbesondere durch die beiden 82 Meter hohen Türme, die Farbenvielfalt im Innenbereich, welche durch die interessante Komposition der Fenster hervorgerufen wird, und die Prachtorgel, die ursprünglich aus der Basilika von St. Benoît stammt.

Etwa ein Drittel der Schüler war bei Gastfamilien in St. Benoît untergebracht. Dies rührt daher, dass die Schulpartnerschaft zurückzuführen ist auf die Städtepartnerschaft zwischen St. Benoît und Tholey, die in diesem Sommer ihr 30-jähriges Bestehen feiert.  

Von den Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt konnten sich die Schüler bei einer Stadtrundfahrt einen ersten Eindruck verschaffen und hatten die Gelegenheit über die berühmte Champs-Elysées zu flanieren. Im nächsten Schuljahr wird der Gegenbesuch der französischen Schülergruppe am AJG erfolgen.


Den Nerv der Zeit treffen

Wie funktioniert Internetkriminalität im richtigen Leben?


Dieser Frage konnte die Klasse 6a des Arnold-Janssen-Gymnasiums St. Wendel im Theater überzwerg in Saarbrücken nachgehen, denn sie besuchte dort  die Aufführung von „Netboy“.

 20140621_204913

 

 

Das Stück behandelt eine Thematik aus dem Lebensumfeld von Jugendlichen: Ein junges Mädchen, Marie, beliebt und gerade zur Klassensprecherin gewählt, hat privat etliche Probleme: Ihre beste Freundin reagiert eifersüchtig auf Mareis neues Klassensprecheramt und auch auf  deren Verehrer Olaf, und ihr Vater – die Eltern sind getrennt – wird  demnächst weit weg ziehen. Da trifft Marie im Internet auf einen scheinbar Seelenverwandten, der sich Netboy nennt. Bei ihm schreibt sie sich ihren Frust von der Seele und vertraut ihm viele Details aus ihrem Privatleben und auch aus der Schule an. Er ermutigt sie dazu, ihr Leben selbst zu gestalten und fordert sie auf, einer ungerechten Lehrerin einen Denkzettel zu verpassen. Bei dieser Aktion wird sie allerdings heimlich von Netboy beobachtet und fotografiert. Daraufhin erpresst er sie und sie muss unter anderem als Klassensprecherin zurückzutreten. Die Veröffentlichung des verräterischen Fotos durch Netboy ruft einen „Shit-Storm“ über Marie hervor, die  sich in ihrer Verzweiflung keinen anderen Rat mehr weiß, als die Stadt und damit auch ihre alte  Schule zu verlassen.

An die medial geschickt und ansprechend gestaltete, sehr lebendige und  beeindruckende Vorstellung schloss sich ein Gespräch mit Schauspielern und dem Regisseur des Stückes an.

Hier konnte man so grundlegende Fragen stellen, wie „Wie lange üben Sie an einem solchen Stück?“, „Wer bestimmt, welcher Schauspieler welche Rolle spielt?“. Daneben fragten die Schüler aber nach der Entstehung des Stückes und erfuhren, dass es dafür einen realen Vorfall als Vorlage gab. „Erst jetzt ist mir klar geworden, wie sehr man aufpassen muss, wem man was im Netz schreibt“, bemerkte eine Schülerin am Ende der Vorstellung geschockt. Eine andere meinte: „Das hätte ich nie gedacht, dass man so leicht erpresst werden kann durch Fotos, die jemand von einem gemacht hat und ins Netz stellt.“

Der Besuch des Theaterstückes bildete einen weiteren Baustein in einer Reihe von Internetschulungen und Aufklärungsveranstaltungen am Arnold-Janssen-Gymnasium zum Thema „Internetkriminalität und Gefahren durch das Cybermobbing“. Dabei ging es immer auch um die so genannte „Netiquette“, das richtige und angemessene Verhalten um Internet, damit niemand zum Opfer wird. 


Lesenacht im Urwald bei Nacht

„Waldlesenacht im Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken???“ 

 

Als unsere Deutschlehrerin Frau Reichert-Alt uns fragte, ob wir Lust hätten, an einer Waldlesenacht teilzunehmen, waren wir sofort begeistert, weil eine gemeinsame Aktion mit der Klasse - und dann noch mit Übernachtung! -  immer toll ist. Trotzdem blieb die etwas bange Frage: „Was würde da auf uns zukommen?“

So machten wir uns mit etwas gemischten Gefühlen und großem Gepäck am Donnerstagnachmittag in Fahrgemeinschaften auf den Weg von St. Wendel zur „Scheune Neuhaus“.

Im "Urwald vor den Toren der Stadt Saarbrücken" angekommen, wanderten wir zunächst  mit all unseren Sachen auf dem Rücken zum „Urwaldcamp“ und richteten dort unser Lager ein. Unser Lager, das waren  die  nach vorne offene Holzhütte mit freiem Blick auf den Sternenhimmel und ein kleiner Lagerplatz mit einer großen Feuerstelle in der Mitte. Nach einer Vorstellungsrunde ging es an den ersten Schritt zur Selbstversorgung: Mit einem Handkarren holten wir unser Trinkwasser- und Waschwasser in Kanistern herbei.

IMG_1078

Danach erzählte uns Frau Reinig, die „Vorlesepatin mit Urwalderfahrung“, die  die Veranstaltung leitete,  eine spannende Geschichte von zwei Trappern, deren Überleben im Eis davon abhing, ob sie es schafften, ein Feuer zu entzünden. Also machten auch wir uns in Gruppen auf den Weg zum Äste- und Laubsuchen, um uns im Wettbewerb – Wer schafft es, eine funktionierende Feuerstelle anzulegen? – zu erproben. Leider fing jedoch auch nach ein paar Versuchen keine einzige  Feuerstelle dauerhaft an zu brennen. - Die meisten von uns wären also im tiefen Winter  jämmerlich erfroren.... 

Das übrige Material legten wir zusammen an die große Feuerstelle, wo Frau Reinig selbst nach alter Methode mit einem Feuerstein das Feuer entzündete. Dann aßen wir erst einmal zu Abend. Danach las uns Frau Reinig – wie auch später noch im dunklen Wald - Teile aus dem gleichnamigen Roman von Astrid Lindgren vor: So erfuhren wir einiges über die spannenden Situationen  der Geburt und des Lebens von „Ronja Räubertochter“.

Anschließend ging es in den bereits dämmerig-düsteren Wald, wo wir bei hellem Vollmond mitten in der Nacht spannende Spiele spielten, wie zum Beispiel das Verstecken im Dunklen, wo man sich nur mit Klopfgeräuschen an den Bäumen orientieren  konnte. Wir lernten, uns – wie die Hauptperson des Jugendromans - ganz leise im Wald zurechtzufinden, uns an Verstecke anzuschleichen. Erst weit nach Mitternacht  gingen wir über lange, vom Mond nur spärlich erleuchtete Pfade quer durch den Wald und auch über eine kleine Brücke über einen Weiher zurück zum Lager.

Am Ende dieses anstrengenden, aber spannenden und aufregenden Abends krochen wir ziemlich müde in unsere Schlafsäcke. Nach nur zwei Stunden Schlaf wurden aber einige von uns  am frühen Morgen von der aufgehenden Sonne und dem überwältigend lauten Gezwitscher unzähliger Vögel geweckt. So versammelte sich gegen 4 Uhr morgens eine kleine Runde in ihren Schlafsack gekuschelter Gestalten ums Lagerfeuer und flüsterte leise miteinander, um die noch Schlafenden nicht aufzuwecken.

Endlich waren alle wach, so dass wir bei heißer Milch und Tee wieder unseren Rucksackproviant zum gemeinsamen Frühstück auspackten. Anschließend hieß es: „Katzenwäsche“ und Zähneputzen und in der freien Natur. Dann blieben noch zwei Stunden Zeit für einige spannende Such- und Anschleichaktionen im Wald. Aber leider mussten wir schon bald unsere Sachen packen, weil die Eltern uns kurz vor Mittag wieder zur Heimfahrt abholen sollten.

Es war ein tolles Erlebnis, einmal ohne Strom, ohne fließendes Wasser und nur mit Komposttoilette in der freien Natur zu leben, bei Vollmond auf einer Wiese zu liegen und die Sterne zu beobachten und  mitten in der Nacht durch den gespenstig wirkenden Wald auf den Spuren von Ronja Räubertochter zu schleichen.

Hiermit möchten wir noch Frau Kleinbauer, Frau Puschmann-Berakdar, die als Betreuerinnen mit dabei waren,  und Frau Reichert-Alt „Danke“ sagen dafür, dass sie sich mit uns auf dieses Abenteuer eingelassen haben, das wir wohl so schnell nicht vergessen werden.

Die Klasse 6a


Rom und seine zwei Gesichter

Abschlussfahrt der Arnold-Janssen-Gymnasiasten

 

Da war sie also! Die Abschlussfahrt der 11er des St. Wendeler Arnold-Janssen-Gymnasiums (AJG) nach Rom. Eine Juniwoche lang sollten wir die ewige Stadt erleben. Jahrelang hatten wir uns darauf schon gefreut. Nach einer kleinen Irrfahrt in den Bussen genossen wir am frühen Sonntagabend die Aussicht auf den Comer See umso mehr. Im Anschluss an unseren Abstecher nach Como ging unsere Odyssee am nächsten Morgen weiter. Wir erreichten unser Hotel in Rom in zentraler Lage, nahe Termini, erst am Abend und starteten kurz darauf gleich mit unserer Schnuppertour durch Rom, bei der wir die bekanntesten Plätze, wie z.B. die Spanische Treppe und den Trevi-Brunnen, erkundeten. Bei Nacht war all das natürlich noch ein wenig beeindruckender als es ohnehin schon ist.

  Am nächsten Tag stand dann gleich das antike Rom auf unserem Plan. Bekannte Sehenswürdigkeiten wie Palatin, Forum Romanum, Kapitol, Kolosseum und Pantheon wurden miteinander verbunden. Besonders beeindruckte uns aber nicht etwa das Pantheon, sondern vielmehr die grüne Oase, wie der Palatin wegen seiner blühenden Natur auch genannt wird. Ein Highlight für uns Schüler war allerdings ebenso die „beste Eisdiele der Welt“ –von der wir gleich mehrere fanden. Rosen oder auch Champagner sind nur zwei der ausgefallenen Geschmacksrichtungen. Abends blieb uns dann auch noch genug Freizeit, um verschiedene

Plätze, wie die Piazza Navona oder Campo dei Fiori auf eigene Faust zu erkunden und Straßenkünstlern bei ihrer Arbeit zuzusehen.

  Auf das antike Rom folgte dann gleich das christliche. Unser Platz 1 waren jedoch nicht die vier weltberühmten Patriarchalkirchen, sondern vielmehr die Domitilla-Katakombe. Nicht nur die angenehme Temperatur sondern vor allem auch Herrn Wendels spannende Führung durch den unterirdischen Friedhof hinterließ einen bleibenden Eindruck. Wie dunkel ist eigentlich dunkel und was ist Totenstille? Wir wissen es jetzt und diese Erfahrung war gleichermaßen interessant und unangenehm. Mehrere Meter unter der Erde ohne Licht und mit Steinen, die jedes Geräusch schlucken, das erlebt man nicht jeden Tag. Abends war jegliche Stille aber vergessen, wenn wir uns alle an der Spanischen Treppe trafen, wo uns auch unsere Lehrer begegneten und mit uns die Tage ausklingen ließen.

  Donnerstags besuchten wir dann den Papst oder zumindest seinen Sitz –den Vatikan. Der Tag fing gleich schweißtreibend an. Über 500 Schritte die Kuppel der Peterskirche hinaufsteigen. Es lohnte sich jedoch, denn wir wurden mit einem atemberaubenden Ausblick über ganz Rom belohnt. Der Petersdom an sich war übervölkert von Touristen und das wahrscheinlich schmuckbeladenste und herausgeputzteste Bauwerk in ganz Rom. Über den Gianicolo-Hügel ging es für uns dann in den Stadtteil Trastevere. Dieser Hügel hat seinen Namen von dem Gott Janus, der zwei Gesichter hat, was irgendwie passend erschien, da wir jetzt den Vatikan im Rücken und das Szeneviertel vor uns hatten. Auf dem Rückweg von Trastevere nahmen wir den Weg über die Tiberinsel, die durch ihre Bescheidenheit und Stille glänzte. Generell lässt sich sowieso sagen, dass uns die eher unscheinbaren Dinge in Rom am besten gefielen, was wohl auch daran liegt, dass Rom –und besonders seine unendlich vielen Kirchen –überladen ist mit Gold und Schmuck.

 Den letzten Tag verbrachten wir dann ohne unsere Lehrer mit Shopping in der bekannten Via del Corso, Eis essen oder Ähnlichem.

 Unsere Abschlussfahrt hätte nicht gelungener sein können. Zwischen uralten Bauten und etlichen Kirchen ließen wir es uns gut gehen und genossen unsere Zeit bei Pizza, Pasta und italienischem Eis. Unsere Tour gab uns einen hervorragenden Überblick und es gibt niemanden unter uns, der nicht wieder hinfahren würde. Doch nicht nur wegen der Stadt hat sich unsere Fahrt gelohnt sondern auch, weil sie uns alle enger zusammengeschweißt hat. Wir durften unsere Lehrer außerhalb der Schule erleben –mit manch positiver Überraschung –und lernten uns auch gegenseitig besser kennen. Rom gleichbedeutend mit antiken Gebäuden und toten Herrschern? Weit gefehlt! Rom ist vielmehr eine der facettenreichsten und lebendigsten Städte der Welt. Arrivederci Roma!

 

Tamara Becker, Klasse 11 am AJG (St. Wendel)